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Erkenntnis

Samstag, 26. September 2009

Das Leben geht weiter,

und es ist beruhigend, wenigstens das zu wissen.

Hier ein kleiner Auszug dessen, was bei mir in 2009 u.a. alles passiert ist:

- ich habe meinen Job verloren
- meine Ehe ist kaputt.
- ich habe in meiner Ehe gelogen und betrogen und darüber hinaus so einiges anderes getan, von dem ich nie, NIE dachte, dass ich je sowas tun würde. Wahrscheinlich habe ich den Mann, mit dem ich seit 11 Jahren durch dick und dünn gehe, für immer verloren.

Ich gehe durch das alles durch und es kommt mir vor wie ein schlechter Film. Ich schaue dem Ganzen zu und kann kaum glauben, das DAS mein Leben ist. Dass es solche Wendungen genommen hat, für die ich zu einem großen Teil verantwortlich bin.

Ich bin derzeit noch unfähig, für mich etwas zu entscheiden und zu ändern, bin wie gelähmt. Und pack es voll nicht, wie man so schön sagt. Zwischendurch tut es so weh, dass ich es kaum aushalten kann.

Mir geht es jetzt nicht um Moral oder darum, mir die Dinge "von der Seele" zu schreiben.

Aber es ist nun einmal wie es ist und ich muss lernen, dazu zu stehen, damit ich aus diesem tiefen Loch, in dem ich gerade sitze, auch wieder rauskommen kann.

Samstag, 18. April 2009

"Das Wichtigste in einer Beziehung ist die Achtsamkeit.",

hat gestern jemand zu mir gesagt.

Und heute erst ist dieser Satz so richtig bei mir angekommen, ich finde ihn wunderschön und vollkommen richtig.

Es geht um die Achtsamkeit für einander und für einen selbst.

Ich weiß überhaupt nicht, ob dieser Mensch das auch wirklich so leben kann, aber trotzdem, dieser Satz trifft mich mitten ins Herz.

Dienstag, 31. März 2009

Die Zeit,

durch die ich gerade gehe, ist unglaublich ereignisreich.
Manche Dinge fangen gerade an, sich (auf) zu lösen.

Ein guter Zeitpunkt, endlich herauszufinden, was ich wirklich will.

Dienstag, 24. März 2009

Ein Mensch hat über einen anderen Menschen immer so viel Macht, wie ihm dieser gibt.

Offen bleibt noch die Frage, warum man jemandem diese Macht gibt.

Samstag, 10. Januar 2009

Es ist wirklich schrecklich, etwas zu wollen, das man nicht wollen soll.

Montag, 10. November 2008

Die Sache mit dem Lügen.

„Du sollst nicht lügen.“, sagt man und so lautet auch das achte Gebot - ich gebe zu, ich halte mich regelmässig nicht daran.

Ich lüge gelegentlich, je nach Lebensphase mehr oder weniger.
Niemals, um jemanden zu schaden, fast immer, um mir das Leben einfacher zu machen. Und manchmal auch aus Rücksichtsnahme.

Ich war zum Beispiel tatsächlich einmal in der Situation, dass mir eine Arbeitskollegin, der ich nicht einmal besonders nahe war, voller Stolz ihr neues Tattoo präsentiert hat. Nämlich einen heulenden Wolf im Sonnenuntergang, in Farbe. Für immer in ihre weiße Haut geritzt. Ganz fürchterlich.
Aber was sollte ich ihr da sagen? Die Wahrheit?
Dass ich dieses ihr auf ewig verbleibende Kunstwerk schrecklich fände?

Soll ich einer frisch vom Friseur Kommenden sagen, dass ihr die neue Frisur nicht steht, jetzt, wo die Haare sowieso schon ab sind? Was bringt diese Art von Wahrheit, ausser ein negatives Gefühl?

Auf Grund dieser Frage und der Tatsache, dass mir Lügen dieser Art nicht wirklich ein schlechtes Gewissen bereiten, entscheide ich mich in so einem Fall meistens für die Lüge. (Fragt man mich im Vorfeld, also, solange ich noch beeinflussen kann, sage ich die Wahrheit.)

Ich gebe zu, dass mir Menschen, die mit leuchtenden Augen von sich behaupten, dass IMMER um jeden Preis die Wahrheit sagen, sogar ein wenig suspekt sind.

Trotzdem habe ich mich in letzter Zeit mit der Lügerei übernommen.
Habe in letzter Zeit zu sehr versucht, mit ein paar Ausreden, die nicht weh tun sollten, durch zu rutschen, um nicht an zu ecken.

Und habe dabei quasi im Vorbeigehen, absolut versehentlich und trotzdem, jemanden belogen, den ich überhaupt nicht belügen will. Denn das ist eine der wenigen Personen in meinem Leben, die mich mit meinen Macken und Fehlern lieb hat, bei der ich anecken "darf". Noch dazu ging es um NICHTS, die Wahrheit wäre nur komplizierter gewesen als die Lüge… *zack*, am Telefon, schon war’s passiert.
Und diese eine Sache nagt an mir, Wahnsinn, wie sie nagt.

Ich sollte meine recht großzügige Einstellung zu diesem Thema überdenken.

Montag, 7. April 2008

Es gibt zwei Situationen, in denen ich Männer beneide: wenn sie beim Schifahren pinkeln müssen und beim Friseur.

Mein Mann geht nämlich meistens spontan zum Friseur, wenn er meint, es sei jetzt Zeit. Und weil auch grad dafür Zeit ist.
Es kostet ihn ca 10 Euro und eine viertel Stunde.

Mein Friseurbesuch gleicht einem Projekt.
Mindestens 2 Wochen im Vorhinein muss ich ihn planen, diesen Besuch, weil sonst mein Wunschtermin ganz sicher nimmer frei ist.
Und gut einteilen muss ich mir die Zeit um diesen Termin herum, denn wenn ich zum Friseur gehe, dauert das zumindest 2,5 Stunden.
Dabei geh ich nicht einmal gerne zum Friseur.

Aber mein naturgegebenes mitteleureoäisches-08/15-Dunkel-Aschblond gefällt mir „à la nature“ nicht besonders gut.
Daher lasse ich es künstlich in einem möglichst natürlichen Blond erstrahlen. Und gutes Blond dauert....

...nämlich jedesmal 2,5 Stunden meiner Zeit und kostet ungefähr den Gegewert von einem Paar Schuhe.

[ …also DOCH eine Tussi. ;-) ]

Montag, 25. Februar 2008

Enttabuisierungen – oder: Meine Meinung im Wandel der Zeit

1.) Cellulite

1988
„Ist das eine Käsesorte?“

1998
„OH SCHRECK!!! Es greift um sich!!!“

2008
„Meine Beine sind in Ordnung. Sie funktionieren sehr gut.“


2.) Photoshop

1988
„Photoshop??? Hartlauer?“

1998
„Cool, ich kann mir Flyer basteln! Aber mich gibt’s auf den Fotos nur so, wie ich auch wirklich bin.“

2008
„Ein nettes Foto. Aber sind meine Zähne wirklich derart gelblich und die Falten rund um meine Augen schon derart sichtbar …??“


3.) Botox

1989
„Botox? Ist da eine neue New Wave Band?“

1998
„Ich schau aus, wie ich auschaue. Finde es schon armseelig, wenn jemand sowas notwendig hat.“

2008
„Schade dass es ein Gift ist. Und schade, dass es derart auf Kosten der Mimik geht. Und WENN das nicht so wäre, dann könnt ich mir das schon auch irgendwann überlegen… in ein paar Jahren ...“


4.) Kinder

1988
„Später einmal.“

1998
„Später einmal.“

2008
„Später einmal?“


5.) Liebe & Selbstliebe

1988
„Bitte hab mich lieb. Ich bin auch ganz angenehm.“

1998
„Ich versuche mit aller Kraft dem Bild zu entsprechen, das Du von mir haben willst.“

2008
„Ich. Du auch, klar. Aber: ich.“

Freitag, 4. Januar 2008

Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik.

Ein sehr weiser Satz! Dem kann ich mich nur anschließen.
Gefunden und gestohlen hier.

Donnerstag, 3. Januar 2008

Ich bin blond, daher muss ich wohl eine Tussi sein.

Folgende Erkenntnisse drängt es mich jetzt und hier niederschreiben:

- Ich bin blond und gehe mit meiner roten Sportjacke von Tschibo auf Rock- und Metal-Open-Air-Konzerte. Das muss wohl ein Irrtum sein.

- Ich bin blond und schminke mich nicht "schwarz und böse", daher muss es wohl so sein, dass ich am liebsten Ö3 höre. Auf alle Fälle ziemlich mainstreamig.

- Ich bin blond, habe lange Haare und trage meistens Seitenscheitel und kann daher sicher nur irrtümlich auf einem Festl sein, wo die meisten anderen unblond und definitiv anders frisiert sind als ich. Falsche Haarfarbe, falsche Frisur. (Ich spreche jetzt nicht von Teenagern!)

- Ich bin blond, falls ich das nicht schon einmal erwähnt habe, spreche normalerweise einigermaßen Hochdeutsch, also muss ich wohl ziemlich arrogant sein.

- Ich bin blond, trage manchmal Stöckelschuhe und nicht alle meine Kleidungstücke sind schwarz, daher muss ich wohl eine Tussi sein.

Immerhin eine sympatische Tussi, wie mir unlängst gesagt wurde.

Und wenn ich jetzt behaupte, dass die meisten langhaarigen, biertrinkenden, in Mundart sprechenden, Hardrock- Metal oder sonstwas hörenden, schwarzgekleideten Individualisten da draussen genauso voller Vorurteile sind wie alle anderen Menschen, dann habe ich damit wohl recht.

Lucretia McEvil

little girl what's your game

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Zuletzt aktualisiert: 1. Dez, 19:42

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