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Musik

Mittwoch, 1. Juli 2009

Aktuelle Lieblings-CDs: #2

=> "silent" - Julia Noa Fischer

Das ist eine CD, die von Anfang bis Ende einfach unter die Haut geht.
Musik, die schon aufs erste Hinhören gut gefällt, aber trotzdem immer weiter und tiefer wird, je öfter man sie hört. Immer mehr Details fallen einem auf, man interessiert sich plötzlich immer mehr dafür, was die Songs eigentlich bedeuten. Warum sich hier die Stimmung ändert, warum sich hier ein Akkord auflöst.

Die Songs stammen großteils aus der Feder von Julia Noa Fischer selbst, sie singt und spielt Klavier. Dazu behutsamstes Schlagzeug von Peter Kronreif und man hat das Gefühl, dass die beiden Musiker in irgendeiner Form ganz tief miteinander verbunden sind.

Mich interessieren Texte normalerweise nicht so sehr wie das Gefühl, das Musik in mir auslöst. In diesem Fall hat mich die Musik aber neugierig auf die Texte gemacht. Und das Wissen um die Texte hat dann bewirkt, dass ich die Musik noch besser aufnehmen kann.
So kitschig das auch klingen mag, manche der Songs haben mich buchstäblich zu Tränen gerührt.

Julias Songwriting berührt zutiefst und die Art, wie sie es vorträgt unterstreicht das. Jeder einzelne Song ist aussergewöhnlich und trifft mich auf seine Art mitten ins Herz, ohne 'aufgesetzt' bzw 'bemüht individuell' zu wirken.
Ich höre die Songs und freue mich, dass es sie gibt.

http://www.julianoafischer.com/

Aktuelle Liebnlings-CDs: #1

Beim Reisen und beim Kranksein hatte ich viel, viel Zeit für Musik... stelle nun ein paar meiner "Lieblinge" vor:

=> 'life is beautiful' - Mary Broadcastband

Mit "life is beautiful" hat Mary Lamaro und ihre Broadcastband ihre dritte CD herausgebracht.
Ich verfolge das Schaffen dieser Band schon länger mit, bin ein bekennender Fan und davon überzeugt, dass sie erst am Anfang ihres Weges stehen. Man wird noch viel von ihnen hören, besonders von der Sängerin Mary Lamaro. Ich liebe ihre Songs und Konzerte.

Die neue CD ist gut gelungen und objektiv sicherlich ein neuer Höhepunkt in der Karriere der Band. Jeder Song intensiv und eindrignlich, sicherlich auf hohem musikalischem Niveau. Und unter Mitwirkung hochkarätigster Musiker aus Ö. und international. Fette Gitarrenriffs von Chris Fillmore, viel Blues & Soul und über allem die Handschrift von Mary Lamaros Songwriting.
Und trotz aller Güte für meinen Geschmack jedoch fast zu viel an Stilen und Tonspuren, zu viel, was unter einen Hut gebracht werden sollte.

Mir persönlich ist die vorhergehende CD - "Marytale Sessions" - noch mehr ans Herz gewachsen.
Aus irgendeinem Grund habe ich da das Gefühl, mehr von der Sängerin selbst zu hören. Weniger Stars, die mitmischen, weniger Einflüsse von woher-auch-immer, dafür mehr von Marys Persönlichkeit, mehr von der Band selbst, mehr ihr eigener Weg. Mehr von ihren Songs, die ich so sehr mag.

So oder so jedoch Musik, die ich hier gerne erwähne und weiterempfehle.
http://www.marybroadcastband.at/

Freitag, 15. Mai 2009

Endlich: Metallica in Wien

Bin ja ansich nicht sooo der ausgeprägte Heavy-Metal-Fan.
Aber ich mag gute Musik. Und die gibts im Metal eben auch zu Hauf.
Und bei Metallica definitiv, überhaupt live ...

Es war bombastisch, gigantisch, wahnsinnig!
Sie SIND einfach wirklich gute Musiker, absolut zu Recht Weltstars.

Playlist: goßteils von der neuen Platte, was in diesem Fall OK war für mich, ich finde sie nicht so schlecht.
Aber zum Glück gab's auch einige der alten "Smash-Fetzn", sowohl Bekannteres als auch Unbekannteres.

Und wieder einmal hat sich bestätigte, dass auch ich Center-Stages nicht so gerne mag.
In der Mitte der eckigen Stadthalle ein rundes Stage mit ebenso im Kreis angeordneten Boxen - der Sound war dementsprechend verwaschen. Leider. Schad d'rumm.
Auserdem mag ich's nicht so gerne, wenn ich dauernd nach den Bandmembers auf der Bühne suchen muss, weil zB der Herr Hetfield immer wieder in ein anderes Mikro gesungen hat (die auf der Bühne im Kreis herum aufgestellt waren), damit er das ganze Publikum begeistern kann. Ansich ja sehr sozial, nur inzwischen sieht der Rest zB eine Bühne mit einem Mikroständer und einen Zeugler von hinten...

Aber es war toll, ich freu mich sehr, dass ich Metallica live gesehen habe, endlich!

Achja, und laut wars.
Jetzt ist's ein Tag später, ca 16:30 - und meine Ohren klingen immer noch ....

Montag, 6. April 2009

Eine letzte Chance auf ACDC-Karten!!!!

http://oe3.orf.at/aktuell/stories/352151/

(Und somit werde ich, normalerweise Ö3-Verweigerin, zur Opportunistin, denn ich mach da NATÜRLICH mit...)


Nachtrag:
Nein, doch nicht.
Denn ich will auf keinen Fall ein Mitglied der "Ö3-Gemeinde" sein, nicht einmal für die geringe Chance, eine Option auf Karten zu gewinnen.

Mittwoch, 1. April 2009

„Mein“ Baby, „meine“ Band.

Immer wieder im Alltag, zB im Büro, beim Laufen, Putzen oder sonst wann fällt mir spontan der Traum ein, den ich mich vor ca einem Jahr endlich getraut habe, endlich zu verwirklichen: da fällt mir „meine“ Band ein, das Jazztrio, das ich gegründet habe.
Und dann durchrieselt mich ein wohliges Gefühl und ich freu’ mich wie verrückt, dass es sie gibt!!
Es ist kein Traum mehr, sondern wirklich und wahrhaftig.

Wir drei sind ein tolles Team, wir können uns echt auf einander verlassen, im Proberaum, auf der Bühne.
Es ist genug Platz für die Ecken & Kanten eines jeden und die gute Verbindung spür ich jedes Mal wieder aufs Neue.

Und: mein Leben ist insgesamt soooooo viel schöner geworden, seit ich singe!
Ich kann es nur jedem empfehlen.


*

Und inzwischen war ja wieder ein Konzert …

… diesmal in einem „einschlägigen“ Wiener Lokal.
War diesmal wieder sogar ziemlich voll, das Lokal, was gar nicht selbstverständlich ist und uns umso mehr gefreut hat.
Gerade dort hab ich auch schon vor 10 Zuhören (inkl. Kellner und Mischer) gesungen…

Diesmal hatten wir zwei Gastmusiker dabei, das wirklich lustig und befruchtend war.
Wir sind gerne zu dritt, aber unsere Gäste waren einfach toll!

(fixe Besetzung:
Bass, Piano und Stimme.
Gäste: Gitarre, Percussion)

Fazit des Abends:
- Bin wieder um eine Konzert-Erfahrung reicher!
- Haben eine gut bezahlte Buchung für eine Veranstalung in der Tasche! Freu!
- Eine „gute Bekannte“ hat jetzt auch ein Gesicht… LaMamma meets Lucretia, es hat mich ausserordendlich gefreut!
- Auf der Bühne ist man nie overdressed, auch wenn man als einzge Person im Raum ein Kleid an hat.
- Unser Bassist lässt sich von jedem nicht kaufen. Auch nicht für einen Gastauftritt in der Barbara-Karlich-Show..

... lustig war's!

Dienstag, 27. Januar 2009

Kommerzfalle

Die "Bad Powells" sind eine seit jeher ausgezeichnete österreichische Band, die eine der ersten war, die auf diese Wickie, Slime & Paiper-Welle aufgesprungen ist.

Sie waren damals schon im Kommerzfach unterwegs, Popmusik halt, und haben (primär Soul-Funk-)Hits aus eben dieser Zeit gespielt. Und es war einfach genial!

Mein Mann und ich sind beide Fans der quasi ersten Stunde.
Legendär waren die Zeiten, als jeder der Musiker, der sich beim Gig verspielte, zur Strafe „die Eselsmaske“, also einen Eselkopf als Faschingsmaske, aufsetzen musste. Dazu dieser unverkennbare Bad-Powells-Sound, den man mit Haut und Haaren gespürt und aufgesaugt hat.
Top-Musiker, die mit Können, Begeisterung und Ironie jeden Saal zum Kochen gebracht haben. Aus purer Freude an der Sache.
Wie gesagt - einfach genial. Wir waren süchtig nach ihren Konzerten.

*

Und dann waren wir also letzen Freitag nach langer Zeit wieder auf einem Konzert von ihnen, mein Mann und ich. Im Wiener Metropol.
Der Saal war voll, Band und Publikum waren gut drauf und wir waren voller vorfreudiger Erwartung.

Als es schliesslich losging, waren leider von dem Soul in der Musik wenig und im Live-Feeling kaum was zu spüren.
Als jemand eine Karaoke-CD eingelegt hätte: aalglatt, langweilig, perfekt, massentauglich.

Natürlich sind sie alle nach wie vor ausgezeichnete Musiker mit einer fan-tas-tisch-en Sängerin, die mich jedesmal wieder vom Hocker haut. Sie werden ihrem Ruf, eine Partyband zu sein, jetzt noch besser gerecht denn je, das Publikum liebt sie.

Aber sie sind in die Kommerzfalle getappt und haben ihre „Nische“ von früher verlassen, um breiter und massentauglicher zu werden.
Irgendwie verständlich, wahrscheinlich werden sie jetz öfter gebucht.

Aber ich finde es schade.
Und schade, dass sie die Eselsmaske nicht mehr brauchen.

*

Nachsatz:
Nichtsdestrotrotz sind die Bad Powells eine wirklich tolle Liveband, wahrscheinlich eine der besten Live-Bands in Österreich, deren Konzerte ich trotz allem jedem absolut ans Herz legen kann!

Den Link zur Band kann man rechts in meiner Link-Leiste finden.

Freitag, 14. November 2008

Leroy Emmanuel live

Auch das ist einer der vielen Gründe, warum ich Wien liebe:

Da geht man in irgendein kleines Lokal.
Eintritt wird keiner verlangt - „vielleicht magst nachher was in den Hut schmeissen“. Auf der Bühne stehen dann 2 Menschen mit ihren Gitarren. Und sonst nichts.

Der eine dieser beiden Menschen ist Leroy Emmanuel aus den USA, den man beinahe als lebende Legende bezeichnen kann. Hat u.a. schon mit Marvin Gaye und John Lee Hooker zusammengespielt und steht plötzlich neben mir an der Bar, um einen Kaffee zu trinken. Wir plaudern locker über Gitarrenbauarten (er plaudert, ich höre zu), unterhalten uns insgesamt extrem nett, dann geht er geht auf die Bühne und legt auf eine ganz entspannte Art derart los, dass einem der Mund offen bleibt. Die Art wie er singt und spielt zeigt absolutes Können gepaart mit echter Freude daran. Seine Gitarre scheint ein Körperteil von ihm zu sein - er spielt darauf so automatisch, wie ich meine Hand hebe. Sowas hab ich in der Dimension schon lange nicht mehr gesehen.

(Ausserdem hat er auf eine Art Gitarre gespielt, wie ich es noch nie gesehen habe: er hat von seiner rechten Hand AUSSCHLIESSLICH den Daumen verwendet. Auch bei den funky Licks. Ist mir so noch nie wo aufgefallen.)

Der Mann hat mich absolut fasziniert und das Konzert war wunderbar.
Es hat mich meine Zeit und 10 Euro für den Hut gekostet, dafür habe ich Musik der Spitzenklasse bekommen.

Wie gesagt: ich liebe Wien

Hier die Homepage von Leroy's Band.

Nachtrag:
Er spielt übrigens mit seiner Band am 4.12. im Reigen. Als Doppelkonzert mit der Mary Broadcastband, was mich sehr freut. Pflichttermin!!!

Sonntag, 2. November 2008

"Queen-Konzert" oder "Der Rockmusikanten-Stadel gastierte in Wien"....

... und gestern war es endlich soweit, das Ereignis, auf das ich seit meinen frühen Teenager-Tagen gewartet hatte: Queen in Wien und ich dabei!

Klar war ich skeptisch, Queen OHNE Freddy.

Und klar hab' ich meine Erwartungen betreffend die Songs-Auswahl runtergeschraubt.
Weil ich schon damals als Teenie den Queen-Songs von VOR 1994 eindeutig den Vorzug gab... und damit rechnete, dass jedoch primär Songs von NACH 1994 gespielt werden würden.
Aber ich wollte sooooo gerne wenigstens einmal Brian May live erleben!

Na klar war das Konzert dann unterm Strich ein gutes Konzert.
So wie es halt ist, wenn sich ein paar Top-Musiker zusammen auf eine Bühne stellen.

Jedoch:
Das Konzert präsentierte sich als perfekt inszeniertes, aalglatt niedergebügeltes, extrem gehör-gängiges Event, das mit Queen nur mehr im Entferntesten zu tun hatte. Vielleicht vergleichbar mit einer Musical-Show? Oder mit Bon-Jovi-Kuschlelrock für jemanden, der Bon Jovi auch als "Rock-Sau" kennt?

Dabei fand ich den neuen Sänger Paul Rodgers echt in Ordnung.
Er hat gut gesungen, seinen eigenen Stil gehabt und nicht versucht, wie Freddie zu klingen. Aber der Rest...

Das Konzert hatte was von einer Schlagerparade, was der Stimmung rund um mich herum absolut keinen Abbruch tat, im Gegenteil. Ich fühlte mich in der allgemein immer größer werdenden Euphorie wie ein Alien.

Der Gipfel waren die zu erwartenden Einspielungen von Freddie-live-in-Action, dazu die Silhouette von Brian an der Gitarre im Gegenlicht des riesen Video-Screens, "mit Freddy für immer vereint" oder so, was bei mir wie kalkuliertes Trändendrüsendrücken ankam.

2 nette Ereignisse gab es immerhin auch, die möchte ich nicht unerwähnt lassen:
- als Brian solo mit seiner 12-String "love of my life" sang, hat er mich kurz ins Konzert reingeholt. Das war schon legendär schön.
- Und gefreut hat mich auch, als Roger Taylor einen seiner alten Songs zum Besten gab: "I'm in love with my car".

.... ansonsten war's der perfekte Rockmusikanten-Stadel, ganz ohne Ecken und Kannten.

Herr Schachinger hat im Samstag-Standard, also VOR dem Konzert in Wien, eine Tour-Kritik geschrieben, bei der Rest-Queen nicht gut wegkam. Das ist eines der seltenen Male, wo ich ihm zu 100% zustimme!

Finde es ja gut, dass Queen auch nach Freddie's Tod weiter macht, aber mit "Queen" hat es echt nix mehr zu tun.

Naja, immerhin habe ich endlich Brian May live erlebt.

Montag, 18. August 2008

Musikfestl: Lovelydays 2008 - endlich ein Open-Air ohne Regen...

Mit dem Bruder in Wiesen beim Neil Young gewesen - es war FANTASTISCH ...!
Neil-Young-2

Neil-Young-1

Die Kult-Location "Wiesen" mag ich sehr gerne, v.a. für's Jazzfest. Aber das Lovely Days war in St-Pölten schon angenehmer, weil mehr Platz und sich die Leut' da net ganz so auf die Zehen steigen. So oder so, nach einigen organisatorischen Schwirigkeiten im Vorfeld hab ich mich sehr gefreut, dass es überhaupt zu Stande kam und freu mich aufs nächste Jahr.

Keep on rocking in a free world!

Musikfestl: PictureOn 2008

Diesmal: "PictureOn für Fortgeschrittene - der Aufbaukurs". Und zwar mit der besten Lehrmeisterin dieser Erde.
anbandln
(im Gegensatz zu "PictureOn für Anfänger", ebenfalls mit der besten Lehrmeisterin dieser Erde. Details dazu s. hier)

Die etwas widersprüchliche Motivation:
widerspruechlich

... und nicht nur die flüssige Ernährung war würdig & recht:
ausgewogen

Menschen, die ALLES gaben:
Hero
Uriah Heep gaben diesmal übrigens mein Lieblingskonzert des Festls. Waren wieder einmal großartig!! Es war eines von den Konzerten, wo man nicht nur irgendwo steht, mitschunkelt und das ganze eher analytisch betrachtet und irgendwie "draussen bleibt". Nein, diesmal bin ich wieder einmal voll reingekippt, so richtig. Stand im Schüttregen ganz vorne, war ganz in der Musik drinnen und NUR begeistert...

Die Beute:
Beute
(Hach!)

Clawfinger hab ich Warmduscherin dann leider versäumt, echt ein Käse - sollen ebenfalls der absolute Wahnsinn gewesen sein. Dafür hab ich gelernt, dass ich auf ein Musikfestl immer eine ZWEITE GANITUR Kleidung zum WECHSELN mitnehmen sollte, falls man aus irgendeinem Grund bis auf die Knochen nass wird, seufts ...

Die Reste:
Reste-vom-Feste

Widaschaun.
Bildein



Fazit: Sehr schön war's.
Nächstes Jahr ganz sicher wieder!

Lucretia McEvil

little girl what's your game

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Zuletzt aktualisiert: 20. Nov, 20:46

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