1.)
In Österreich haben wir Rechtsverkehr.
Abgesehen davon, dass der Rechtskommende Vorrang hat, heisst das auch, dass wir auf einer Straße normalerweise immer auf der rechten Spur fahren.
Das bedeutet dann aber auch, dass wir auf einer mehrspurigen Straße nach Möglichkeit immer auf der rechtesten Spur fahren sollen.
2.)
Wenn man auf der Tangente unter 80kmh fahren möchte, ist das vollkommen in Ordnung, aber dann hat man auf der dritten Spur (= die linkeste = die schnellste) nichts verloren.
Danke für die Aufmerksamkeit.
Lucretia - 11. Feb, 08:19
Und für mich, die Phasen - lange Phasen - der Schlaflosigkeit kennt, hat dieser Satz eine besondere Bedeutung:
Ich habe tief geschlafen.
Wie sehr das zermürben kann, weiß nur jemand, der das schon erlebt hat.
Es ist schon einige Jahre her und ich bin damals von Arzt zu Arzt gelaufen. Helfen konnte mir keiner.
Es war fürchterlich. Langsam fäng Dein ganzes Leben an, darunter zu leiden.
Ausserdem ist es ein unglaubliches Tabuthema.
Du kannst nicht schlafen? Irgendeinen Dachschaden MUSST Du haben.
Ich hab dann in meiner Verzweiflung so alles mögliche versucht und ausprobiert.
Schlafmittel, schrecklich.
Absichtliches wachbleiben, nutzlos.
Entspannungsübungen, nicht zielführend.
etc.
BIS ich dann plötzlich doch wieder schlafen konnte.
Ohne fremde Hilfe.
*
Seit einigen Wochen bin ich in einer - sagen wir es so - recht aufregenden Lebensphase.
Eine Art Ungewissheit und ein Vorwärtsdrängen, das ich in mir ganz deutlich spüre, in einem.
Und es ist wieder wie früher:
ich schlafe gut ein, wache bald wieder auf, liege dann wach.
Die ganze Nacht lang, bis der Wecker läutet.
Ich habe nicht mehr Angst deshalb, im Gegensatz zu früher, weil ich weiß, dass es wieder vorbeigehen wird.
Aber diese bleierne, zermürbende Dauermüdigkeit stellt sich schön lansam wieder ein.
Aber gestern, als ich noch in Barcelona war, habe ich mich, weil ich mich fast nicht mehr auf den Beinen halten konnte, am späten Nachmitttag für ca 1,5 Stunden hingelegt.
Und ich HABE geschlafen.
Ich war in einer so tiefen Ebene, sowas von weit weg, so dem Schlaf ergegeben, wie ich es seit langer Zeit nicht mehr erlebt habe.
Denn normalerweise ist mein Schlaf sehr leicht.
Diemal war es die absoltute Hingabe, ein Abtauchen und Fallen ins Nichtbewusstsein, völlige Dunkelheit ohne Erinnerungen.
Danach bin ich augewacht und war erfrischt und energiegeladen wie schon lange nicht mehr.
Dieses Gefühl hält auch heute - trotzh einer weiteren unruhigen Nacht - weiter an.
Ich hatte ganz vergessen, wie gut es ist, ausgeschlafen zu sein.
haben wir heute beim x. alkoholhältigen Getränk festgestellt, als wir mutmaßten, wie das Sexleben von Kasperl sein könnte.
(=> Pezi & Kasperl? Pezi & Fips? Zu dritt? Sind sie alle homosexuell oder ist jemand von ihnen eine Frau? Pezi wirkt halt gar so bieder. Kasperl könnte da schon freier sein. Und Fips lässt in Wahrheit keine Fantasie unerfüllt. So ein altes Dreckstück.)
hab ich beschlossen.
Und letzte Woche hat's schon gut angefangen damit.
Ich hab mich endlich lassen.
Ganz ohne Wertung.
Fein wars.
Die "Bad Powells" sind eine seit jeher ausgezeichnete österreichische Band, die eine der ersten war, die auf diese Wickie, Slime & Paiper-Welle aufgesprungen ist.
Sie waren damals schon im Kommerzfach unterwegs, Popmusik halt, und haben (primär Soul-Funk-)Hits aus eben dieser Zeit gespielt. Und es war einfach genial!
Mein Mann und ich sind beide Fans der quasi ersten Stunde.
Legendär waren die Zeiten, als jeder der Musiker, der sich beim Gig verspielte, zur Strafe „die Eselsmaske“, also einen Eselkopf als Faschingsmaske, aufsetzen musste. Dazu dieser unverkennbare Bad-Powells-Sound, den man mit Haut und Haaren gespürt und aufgesaugt hat.
Top-Musiker, die mit Können, Begeisterung und Ironie jeden Saal zum Kochen gebracht haben. Aus purer Freude an der Sache.
Wie gesagt - einfach genial. Wir waren süchtig nach ihren Konzerten.
*
Und dann waren wir also letzen Freitag nach langer Zeit wieder auf einem Konzert von ihnen, mein Mann und ich. Im Wiener Metropol.
Der Saal war voll, Band und Publikum waren gut drauf und wir waren voller vorfreudiger Erwartung.
Als es schliesslich losging, waren leider von dem Soul in der Musik wenig und im Live-Feeling kaum was zu spüren.
Als jemand eine Karaoke-CD eingelegt hätte: aalglatt, langweilig, perfekt, massentauglich.
Natürlich sind sie alle nach wie vor ausgezeichnete Musiker mit einer fan-tas-tisch-en Sängerin, die mich jedesmal wieder vom Hocker haut. Sie werden ihrem Ruf, eine Partyband zu sein, jetzt noch besser gerecht denn je, das Publikum liebt sie.
Aber sie sind in die Kommerzfalle getappt und haben ihre „Nische“ von früher verlassen, um breiter und massentauglicher zu werden.
Irgendwie verständlich, wahrscheinlich werden sie jetz öfter gebucht.
Aber ich finde es schade.
Und schade, dass sie die Eselsmaske nicht mehr brauchen.
*
Nachsatz:
Nichtsdestrotrotz sind die Bad Powells eine wirklich tolle Liveband, wahrscheinlich eine der besten Live-Bands in Österreich, deren Konzerte ich trotz allem jedem absolut ans Herz legen kann!
Den Link zur Band kann man rechts in meiner Link-Leiste finden.
Lucretia - 27. Jan, 15:10
Eigentlich glaub ich ja nicht an Horroskope.
Aber seit heute weiß ich, dass ich nicht - wie bisher angenommen - als Wassermann mit Aszendent Fisch geboren bin, sondern als Wassermann mit Aszendent Wasserman.
Ich kann noch nicht genau sagen, warum, aber irgendwie gefällt mir das.
Lucretia - 13. Jan, 16:16
…ein Wort aus meiner Kindheit, das ich lange nicht mehr gehört habe und mir aus heiterem Himmel wieder eingefallen ist. Und ich verbinde es mit dem Eislaufplatz in unserer adretten Kleinstadt.
Dieser Eislaufplatz war immer DER Treffpunkt für uns Kinder, in einer Zeit, in der ich, schon nahe der Pubertät, richtig
buamanarrisch war.
Denn: besonders toll war dort natürlich das Eislaufen mit den Buben.
Am liebsten habe ich Abfangen gespielt.
Da wurde ich ENDLICH beachtet, denn ich konnte fast so schnell laufen wie die Buben.
Ein Mädchen gab es allerdings, das noch schneller war, sie war unser Star, die Sandra. Alle Mädchen wollten so sein wie sie. Unangestrengt souverän, richtig cool, rundum beliebt - und das bereits mit 12 Jahren.
Herbert war auch immer dort.
Er war schon 16 und hat mich kaum eines Blickes gewürdigt.
Am Eislaufplatz war ich zum ersten Mal in meinem Leben verliebt.
Lucretia - 13. Jan, 10:13
Lucretia - 10. Jan, 14:58
So mag ich Einkaufen: quasi im Vorbeigehen und v.a. mit DEM Resultat!
Freu!
Lucretia - 10. Jan, 13:05
www.haider-singt.at
Und offenbar ist es echt.
Ich fasse es nicht.
- mir noch weniger Gedanken über Dinge machen, die ich bereits getan HABE.
- eine GUTE Sängerin in einer GUTEN Band sein.
Ohne Selbstzweifel, sondern mich selbst auch gut finden.
- weiterhin viele und gute Konzerte besuchen.
- zahlreiche und nur gute Konzerte geben!
- gesund sein und mich auch so fühlen.
- mich einfach gut finden, so wie ich bin.
Innerlich und äusserlich, ganz selbstverständlich.
- einen guten Kontakt zu mir selbst pflegen, mich selbst gut spüren.
- Entscheidungsfreudiger/fähiger sein.
- die Situation mit meiner Schwester regeln und dabei mein Rückgrad wahren.
- mein Gewicht halten.
- weiterhin viel, viel Sport.
- eine GUTE Beziehung mit dem Liebsten führen.
- die für alle Beteiligten gute Lösung eines Problems, das ich gerade habe und das mich bedrückt, finden, erkennen, erleben.
- lernen mich fallen zu lassen, das Hirn manchmal auszuschalten und
- meinen großen Wunsch in Erfüllung gehen sehen bzw. spüren.
- ... ich werde es geniessen.
- mir weniger Gedanken über Dinge machen, die ich bereits getan HABE.
=> ist mir gelungen, ist besser geworden. Aber: there’s still room for improvement …
- eine GUTE Sängerin in einer GUTEN Band sein. Und das selbst auch glauben.
=> Das mit der Band ist mir gelungen.
An Teil 2 arbeite ich noch, bin aber immerhin schon ziemlich aus dieser leidigen ich-bin-so-schlecht-und-unwürdig-Rolle ausgestiegen.
- weiterhin viele und gute Konzerte besuchen.
=> DAS habe ich getan!
- im Sommer wenigstens ein Mal auf einen Berg gehen.
=> leider nicht. Aber ich war auf einem Berg spazieren, immerhin. Den ich per Seilbahn bezwungen habe.
- wieder mehr CDs kaufen und hören.
=> einige wenige sinds geworden. Immerhin mehr als in 2007.
- die in den letzten Monaten raufgefressenen Kilos wieder los werden. (Ich möchte wieder in meine zwei roten Kult-Kleider passen.)
=> das ist mir gelungen, freu! Sowohl das Loswerden als auch das in die beiden roten Kleider passen.
- weiterhin bzw. wieder: viel, viel Sport!
=> yess.
- einen guten Kontakt zu mir selbst pflegen.
=> ich bin am Weg, eindeutig.
Lieblings Konzerte 2008:
-
LMT-Connection!!!!! Absolut!!!!!
Dieses Jahr erst von ihnen erfahren, war dann bei 3 Konzerten von ihnen…
-
Uriah Heep am Picture-On.
-
Soulicious. Eine Wahnsinns-Band mit 3 jungen Sängerinnen aus Österreich. V.a. von Chris Kisielewsky wird man noch viel hören...!
Das VERSÄUMTE Konzert des Jahres 2008:
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Rage Against The Machine @ Novarock – in originaler Besetzung. (ich mag das Novarock glaub ich net so. Aber DAFÜR wär ich echt gerne hin gegangen.)
Das ENTTÄUSCHENDE Konzert des Jahres 2008:
-
Queen in der Stadthalle. Einfach fad und aalglatt …
-
Herbie Hancock im Konzerthaus. Hat mich (Jazzfreundin) irgenwie nicht erreicht. Was vielleicht auch an der besch*ssenen Akkustik im Konzerthaus gelegen haben könnte…
Lieblingsbuch /-Film /-CD 2008:
- Buch: so richtig, richtig berührt hat mich schon länger kein Buch mehr. Gut gefallen hat mir aber: Fleisch ist mein Gemüse von Heinz Strunk.
- Film: … einerseits einer, der eh schon älter ist, den ich aber dieses Jahr zum ersten Mal gesehen habe: America Psycho. Ausgezeichnet.
... und andererseits „Presto!“, ein Pixar-Film von einem Magier und seinem Hasen … habe Tränen gelacht. Grandios!!!
- CD: kann ich grad nicht sagen.
Ich ergänze hier noch um meinen
- Lieblingsblog in 2008:
500 Beine
Habe den "Fehler" gemacht, diesen Blog während meiner Arbeitszeit kennen zu lernen ... hier meine Warnung: man kann nicht mehr aufhören, weiter zu lesen. So wie der Autor schreibt, würde ich gerne zeichnen können, so, dass man jedes Bild spürt.
persönliche Topereignisse 2008:
- Segeln!!! Zum ersten Mal auf dem Meer, eine Woche lang. Es war TRAUMHAFT.
- die Cina-Reise mit dem ganzen guten Essen dort ...
- zwei Jazz-Seminare bei Ines Reiger
- die Wochen Ende November / Anfang Dezember. Waren einfach magisch.
- es war nicht lustig, aber ein wichtiger Schritt für mich: ich habe meine langjährige „Stammband“ verlassen. Wie gesagt, es war wichtig. Aber ich war gerne dabei, an ihr hängt trotzdem noch immer mein Herz...
- der legendäre Kicher-Anfall mit meinem Mann, als wir im Kino waren.
Zum ersten Mal in 2008 getan:
- selbst eine (meine!) Jazz-Band gegründet!!!
- in einer Situation, in der ich bisher jedesmal nachgegeben habe, diesmal auf stur geschaltet.
- in einer anderen Situation, in der ich bisher jedesmal stark geblieben bin, nachgegeben.
- Halb-Playback gesungen.
Nach langer Zeit wieder in 2008:
- führe ich derzeit eine Fernbeziehung. Nämlich zu meinem Ehemann, der dzt. im Ausland arbeitet.
persönlich Unnötiges in 2008:
- dieser absolut schreckliche Kurztrip nach Instanbul.
- verschiedene unnötige Streitereien mit dem Liebsten, die mir (bzw. uns beiden) wirklich Energie raubten…
persönlich Gutes in 2008:
- immer wieder „nein“ gesagt.
- manchmal etwas einfach getan (und es nicht nur durchdacht und analysiert und in der Theorie belassen)
Vorherrschende(s) Gefühl(e) in 2008:
- Resignation…
- Euphorie!
2008 war mit einem Wort:
(ein Wort reicht diemal nicht aus)
- up & down, hin & her, mühsam & magisch ....
Lucretia - 30. Dez, 09:42
Mit "die" sind natürlich nicht AC/DC gemeint, sondern die Organisatoren der Kartenveräufe.
Ich - bekennende AC/DC Fänin - möchte mir dieses Ereignis natürlich nicht entgehen lassen. Und habe mich daher gleich, nachdem die Tatsache, dass ein Konzert stattfinden würde, offiziell war, auf eine Liste setzen lassen, damit ich rechtzeitig erfahre, wenn der Kartenverkauf losgeht.
Gestern am späten Abend wars dann soweit.
Zwar nicht mittels Newsletter, aber durch zahlreiche SMS meiner Freunde, erfuhr ich, dass offenbar ein VOR-Kartenvorverkauf bekommen hätte. Also ein Verkauf, der noch VOR dem Vorverkauf, der dann tags drauf um 9:00 beginnen würde, stattfände ...
... hab mich natürlich sofort an den PC gesetzt, jedoch waren nur mehr Sitzplatzkarten verfügbar.
Macht nix, dachte ich mir, kümmere mich halt morgen früh, beim "echten" Vorverkauf darum ...
Heut um kurz vor neun hatte ich mir die entsprechenden Websites geöffnet, die entsprechenden Telefonnummern rausgesucht und war bereit, mir zwei dieser teuren Karten (79 Euro/Stück) zu erjagen.
Gott, wie war ich dumm naiv!
Ab 9:00 waren alle Server plötzlich überlastet, die Telefonnummern belegt. Und binnen weniger Minuten waren dann offenbar alle Karten weg.
Dafür gibt's auf e-bay bereits jetzt die ersten freundlichen Angebote, Karten so um 200 Euro ...
Das ist jetzt vielleicht nicht soooo das weltbewegende Ereignis, aber, um es mit den Worten einer Bekannten zu sagen:
"Jo, san denn die komplett deppat???"
Ich geb zu, das frag ich mich auch.
Ps - hat jemand vielleicht auch eine Karte für Metallica in Wien für mich? Denn auch da kam ich zu spät ...
°~°~°~°~°
Edit:
Heisst das, dass ich mir ab sofort frei nehmen muss, damit ich mir Karten sichern kann? Oder gibts eine andere Möglichkeit, die ich übersehe?
Lucretia - 17. Dez, 11:34
Seit gestern hat mich irgend so ein grippaler Infekt am Genick.
Da ich heute aber noch fliegen soll, wollte ich das nicht so sein lassen, sondern bin heute früh zur Apotheke gegangen, um mir entsprechende Medikamente zu holen.
Als ich kurz vor 8:00 früh in Anorak und Jeans und mit blassem Gesicht dort eintraf, waren die Tore noch geschlossen.
Dort wartete bereits eine kleine Menschenmenge, die sich offenbar untereinander kannte. Die Gesichter waren müde, der Großteil dieser Menschen wirkte resigniert und ungepflegt. Vielleicht sogar obdachlos. Die Stimmung jedoch war vorfreudig heiter, beinahe aufgekratzt.
Es waren offenbar Suchtkranke, die sich ihre tägliche Ration Ersatzdrogen abholen kamen.
Endlich öffneten sich die Pforten der Apotheke und alle, mit mir mittendrinn, strömten hinein in die helle Wärme.
Wie alle anderen stellte ich mich an der Theke an. Vorne wurden schon emsig Becher mit Flüssigkeit verteilt.
Als ich an der Reihe war und mich nach einem Medikament gegen Erkältung erkkundigen wollte, wurde mir ebenfalls ein Becher in die Hand gedrückt.
Als ich den ablehnte (danke nein, ich benötige andere Medizin), war die Apothekerin sichtlich verlegen und entschuldigte sich bei mir.
Kein Problem, Sie können das ja nicht wissen, meinte ich und verlangte meine Erkältungsmedizin.
Ich gebe aber zu, es war in dem Moment schon ein komisches Gefühl, ihnen einfach so zugeordnet zu werden, den Suchtkranken.
Lucretia - 12. Dez, 09:33
Wenn ein Mensch, der regelmäßig Sex mit immer wieder wechslenden Partnern praktiziert, mir allen Ernstes erklärt, dass er keine Kondome verwendet, also NIE, dann kann der doch nicht ganz dicht sein...
Es handelt sich hier um einen erwachsenen, aufgeklärten Menschen.
Will er mit seiner Gesundheit Roulette spielen oder nur mit der seiner Sexual-Partner?
Ich bin fassungslos.
Der Auftritt (nämlich
dieser):
hat absolut Spass gemacht und war gut. Gibt vielleicht sogar Folgegigs.
Die Modenschau:
war wirklich lustig, wir waren lauter schräg gekleidete "Rampensau-Divas" (ja, das geht).
Die Guteste und ich:
hach! Wir SIND einfach gut...!
Die Nacht:
rauschend. Wunderbar.
Trotz Kater am nächsten Tag:
sowas ist von Zeit zu Zeit einfach gut für die Seele.
Lucretia - 30. Nov, 20:11
Manchal gibt es Dinge, die man unbedingt möchte, die zum Greifen nah vor einem liegen, die sich vor einem ausbreiten, einen förmlich rufen.
Greif doch zu, Du lebst nur einmal.
Und die man dann sein lässt, weil man an eine mögliche Konsequenz denkt. Dass die langfristige Folge mehr Tragweite hat als die kurzfristige Befriedigung einer Lust.
Aber warum macht mich der Gedanke an das Versäumte manchal so traurig?
Lucretia - 30. Nov, 19:56
Meine Mutter war in einer Zeit, in der man noch nicht einfach kurz einmal auf die andere Seite der Welt flog, für 4 Jahre in Australien.
Das war vor ihrer Ehe, Anfang bis Mitte der 50er-Jahre.
In Australien ging es ihr gut, oft sprach sie von ihrer Zeit dort.
Nach der harten Kriegs- und Nachkriegs-Kindheit erschien es ihr wie Urlaub im Schlaraffenland.
Endlich war sie erwachsen, uneingeschränkt, hatte einen Job an der österreichischen Botschaft und ihr ganzes Leben lag verheissungsvoll vor ihr.
Die süssen Früchte, von denen sie jetzt naschen durfte, wollte sie gerne teilen, nämlich mit dem Menschen, der ihr am nächsten stand, mit ihrer Mutter.
Also wollte sie ihr bei ihrer Rückkehr nach Wien etwas besonders Schönes mitbringen.
Während der Heimreise nach Europa, die damals eine mehrwöchige Schiffsreise war, gab es unter andrem einen Stop in Honkong. Dort fand meine Mutter einen wunderschönen Kleiderstoff. Schwere chinesische Seide. Sie konnte ihre Mutter förmlich vor sich sehen: in einem wunderschönen Kleid, aus eben diesem Stoff genäht. Vorfreudig kaufte sie einen Ballen davon und gleich einen zweiten, andersfärbigen, für sich selbst dazu.
Die ganze weitere Heimreise über war meine Mutter schon voller Aufregung. Stellte sich vor, wie das Kleid für ihre Mutter wohl werden würde, wie sehr sich diese freuen würde und wie sie beide gemeinsam in ihren neuen Kleidern aus den schönen Stoffen spazieren gehen würden.
Erzählt hat mir meine Mutter diese Geschichte, als ich vor drei Jahren überlegte, was ich zu meiner Hochzeit anziehen würde.
Da öffnete sie die Truhe, holte diese beiden Stoffballen hervor und meinte, ich könne mir ja daraus was nähen lassen.
So lagen also diese prächtigen Stoffe vor mir: der eine in einem silbrigen Grundton, über und über mit wunderschönen Phantasievögeln bestickt. Der zweite mit ähnichen Motiven, aber in einem kühlen Petrol-Blau als Grundfarbe. Beide von einer beinah märchenhaften Schönheit und Eleganz, irgendwie ein wenig an die Märchen aus Tausend-und-Einer-Nacht erinnernd.
Und beide waren unberührt.
Warum ist denn aus den Kleidern für Dich und Deine Mutter nichts geworden, fragte ich meine Mutter.
Naja, es hätte sich nicht ergeben.
Ankunft nach den 4 Jahren zu Hause, gleich darauf verlieben, heiraten, Kind – so schnell kann das gehen.
Und dann war ihre Mutter plötzlich tot, die Gelegenheit war vorbei.
Viel zu früh und viel zu schnell.
Meine Hochzeit wäre eine perfekte Gelegenheit gewesen, diese schönen Stoffe angemessen zu verwenden. Jedoch stehen mir kühle Farben nicht besonders, ich habe schliesslich in Rot geheiratet.
Jetzt ist meine Mutter seit ca. einem Jahr tot.
Ich glaube nicht, dass ihr Leben besonders glücklich war.
Und ich fürchte mich schon jetzt vor dem Moment, in dem ich die Truhe öffne und diese unberührten Stoffballen wieder finde.
Lucretia - 28. Nov, 11:32