Sonntag, 25. November 2007

CD Präsentation "Wirtshaus - der Soundtrack"

Besagte Präsentation hat gestern im Cafe Vorstadt stattgefunden und hat mich einfach sehr erfreut.
Eine Partie steirischer Musiker auf höchstem Niveau hat sich zusammengefunden und sich an ein nicht ganz neues Thema herangetraut, das sehr unterhaltsam und trotzdem musikalisch außergewöhnlich umgesetzt wurde.

Es handelt sich um eine Art "Soundtrack", der als Lesungs-Konzert bzw. wie ein Hörspiel dargebracht wurde (was ein wenig an den Watzman von Wolfang Ambros erinnert hat).
Der Inhalt waren Wirtshaussituationen in irgendeinem steirischen Kaff.

Die Musik war ausgezeichnet (!!) und teilweise ziemlich ungewöhnlich, was man schon alleine a.G. der Zusammenstellung der Band vermuten konnte: Stimme, E-Git, Kontrabass, Percussion mit gelegentlichem Alt-Sax, Vibraphon mit gelegentlicher Posaune und ein Maultrommelspieler. Und alle haben - eh klar - auch noch wirklich gut Background gesungen ... und das alles mit Können und Leichtigkeit, die unglaublich waren.
V.a. der Herr am Kontrabass ist ab sofort einer meiner persönlichen Bass-Götter.

Die Musikrichtung ist schwer zu beschreiben - hier ein Versuch:
schräg-mit-steirisch bzw. steirisch-Latin, Country-Funk, Klapotetz-Sound, Paso-Doble auf Steirisch... - und es war kein Moment lang das Gefühl von "bemüht anders sein wollen".

Der Leser, den ich zuerst zugegebenermaßen mit einer gewissen Skepsis betrachtete, weil ich einfach auf ein Live-Konzert eingestellt war und nicht auf ein Hörspiel, war hinreissend, mitreissend.
Die wirklich unterhaltsamen und intelligenten Texte, die uns duch das Wirtshaus führen, stammen von ihm und ich habe ihm sehr gerne zugehört. Und: sein Steirisch war ECHT, nicht bemüht.

"Wirtshaus - der Soundtrack" ist übrigens morgen, 26. November 07 auch im Birdland (Wien) zu sehen. Ich kann nur wärmstens empfehlen, sich das nicht entgehen zu lassen.

Mehr Info und Hörproben gibts hier.

Freitag, 23. November 2007

Eine rauschende Nacht

Endlich wieder ein Konzert gehabt.
Und sogar ganz gut gesungen.
Auf Höhenflug zurück nach Wien geschwebt, mich in die Nacht geworfen.
Alkohol – Musik – Noch mehr Alkohol.
Und ein schönes Gespräch gehabt.

Um halb fünf dann nach Hause und den Liebsten im Stiegenhaus getroffen, weil auch er gerade von einer rauschenden Nacht nach Hause kam.
So mag ich das.

Soundtrack dazu:
„Killing in the name of“ – Rage against the machine

Dienstag, 13. November 2007

Ich hab wen sterben sehen.

Ich weiß nicht, wie es anderen Leuten geht, die jemand Nahen sterben sehen haben.
Mit „sterben sehen“ meine ich nicht die Minute, in der das Leben dem Körper entweicht, sondern die Monate, in denen man zusieht, wie der Mensch langsam sein Leben verliert.

Die Chance auf den Abschied habe ich genützt.
Langsam kommen auch wieder alte, schöne Erinnerungen, die nicht mehr von den furchtbaren Bildern der letzten Tage überdeckt werden.
Auch diesen schrecklichen Geruch nach Tod habe ich nicht mehr ständig in der Nase.

2 Monate ist es jetzt her und ich bin mit der Tatsache ansich versöhnt.
Bin erstaunt, wie gut es mir geht.

Ich frage mich nur, warum ich seither nicht mehr schlafen kann.

Montag, 5. November 2007

„Unser tägliches Brot gib uns heute“

Bin gestern Abend beim zappen hängen geblieben.
Da waren auf 3Sat so seltsame Bilder, auf die ich mir zuerst keinen Reim machen konnte, die mich aber irgendwie in ihren Bann zogen.
Bin dort hängengeblieben und habe so einen furchterregenden und zutiefst erschütternden Film gesehen.

Habe dann in der Zeitung gelesen, dass es sich um die preisgekrönte Doku „Unser tägliches Brot gib uns heute“ handelte.
Und ich bin entsetzt, zutiefst erschüttert, denn die gezeigten Bilder sind keine Fiktion, sondern zeigen, wie es ist. WAS Du isst.

Der Film war unkommentiert. Es war auch jedes Wort überflüssig, denn die Bilder sprachen für sich. Es wurden Dinge gezeigt, die ich eigentlich nicht sehen wollte, über die ich in Wirklichkeit am liebsten nicht einmal nachdenke, wenn ich mir dann doch „ausnahmsweise“ meine Nicht-Bio-also-von-KZ-Tieren-stammende-Leberkässemmel-zwischendurch oder andere „Ausnahmen“ gönne.

Ich bin definitiv darin bestärkt, noch mehr darauf zu achten, WAS ich eigentlich esse.

Auch, wenn ich belächelt werde.
Auch, wenn rundherum ein Bio-Fälschungs-Skandal nach dem anderen aufpoppt.
Aber alleine die Möglichkeit, dass das gekaufte Produkt wirklich „Bio“ ist, ist es schon wert.
Und: es ist ein Statement.

Donnerstag, 1. November 2007

Erst jetzt gesehen

Bin schon so oft daran vorbei gegangen, habs erst unlängst bemerkt:
Vergaser

Quasi ums Eck davon befindet sich eine Synagoge.

Montag, 29. Oktober 2007

Waaaaaargrrrraharghhhhhhhwwaaaaaa!!!

(Ich bin heut grantig.)

Sonntag, 28. Oktober 2007

Sonntag Nachmittag

Jetzt herbstelts also wirklich.
Draussen regnet es, ich hock hier im Warmen und freu mich an einigen banalen Dingen (wie zB. dunkle Lindt-Schokolade mit Mandeln).

Denke nicht mehr dauernd an die Ereignisse der letzten Monate.
Die Zeit fängt an, zu heilen.

Und die Pflanzen auf dem Balkon zeigen, was sie können:

Herbstbalkon

Herbstbalkon-2

Mittwoch, 19. September 2007

Eine Frage:

Wie kann es sein, dass etwas, von dem man weiß, dass es eintreten wird, einen trotzdem mit unglaublicher Wucht mitten ins Herz trifft?

Dass man schreien, sterben, weiterleben und wieder ein kleines Kind sein möchte, und zwar gleichzeitig?

Manchmal sollte die Erde stehen bleiben, alles Leben innehalten, den Atem anhalten. Nur kurz, nur 5 Minuten, das hätte die Dimension des inzwischen eingetretenen Ereignisses unterstrichen.



Übrigens: bin wieder da.
Aber auch schon wieder fort, auf Urlaub ...

Montag, 20. August 2007

Reizüberflutung

Samstag Abend im Wurschtelprater gewesen - endlich wieder einmal.

Hie und da liebe ich dieses typische Prater-Gemisch, das genau diese spezielle Prater-Atmosphäre ausmacht:

- dieses ganz eigene Gemisch aus Gerüchen:
Knoblauchlangosch, Zuckerwatte und verbrannter Gummi.
- das Gemisch aus Geräuschen:
Musikfetzen, Stimmengewirr und die ewig gleichen Standl-Signations.
- und sowieso die Leute:
grimmig dreinschauende Teenager, verlebte müde Gesichter, Kinder mit leuchtenden Augen, stark geschminkte ältere Damen im kurzen Rock, Touristen aus Japan und den Emirates, Tattoos aller Art...

Und natürlich: Lichter, Lichter, Lichter.

Ganz besonders mag ich diese typischen 2-Mann-Bontempi-Orgel-Bands, die dort manchmal in den diversen Beisln spielen.

Ich mag den Prater.

Fett & gut:
Knoblauch-Langos

Heisse Luft:
Plastik Tierwelt

Untergang:
Praterstimmung

Samstag, 18. August 2007

Nicht so schwer

"116.000 Tonnen könnten jährlich an Transportemissionen eingespart werden, würden in Österreich nur noch regionale Lebensmittel gekauft werden."
(Der Standard von heute)

Ich sag jetzt einmal, das ist nicht so schwer!

Lieblingsfilme

Hab übrigens grad meine Filmliste aktualisiert, falls wer schauen mag.

Im Übrigen wünsche ich einen schönen Samstag!
Lg Lucretia

Freitag, 17. August 2007

Wenn Du vor mir liegst

Wenn Du vor mir liegst und schläfst, bist Du mir fremd,
mit Deinem mageren, gepeinigten Körper.
Endlich bist Du entspannt, endlich hast Du keine Schmerzen.
Du siehst im Schlaf wie schon gestorben aus.

Wenn Du wach bist, erkenne ich Dich wieder.
Und Du lächelst mich an.
Meine Mutter, die mich schützen will, sogar vor ihrem eigenen Tod.

Dienstag, 14. August 2007

Musik, die jeder hat

Hier eine Liste von Musik-Alben, die - seien sie nun selbst erworben oder geschenkt, gut oder schlecht - irgendwie jeder im Regal stehen hat:

- Queen: Greatest Hits
- Dire Straits: Brothers in Arms
- irgendeine Bravo Kuschelrock oder ähnlichen Sampler
- den Soundtrack zu „Pulp Fiction“

Bei Euch auch?

Geh weg!

Geh weg, Gedanke, den ich kaum ertragen kann.

Geh weit weg und melde Dich am besten nicht mehr bei mir.
Ziehe hin in in Frieden, aber ziehe.
Irgendwohin, ganz weit fort - und lass mich in Ruh'.
Lass mich doch einfach in Ruhe!
Verdammt noch einmal.
Fühle Dich verdrängt, weggesperrt, ausgesperrt.
Und dräng Dich mir blos nicht auf!
Ich will Dich einfach nicht hier haben, kapier das doch endlich.

Ich weiß, ich soll mich auf Dich einlassen, Dich nicht verdrängen.
Aber es ist so schön, wenn Du einmal nicht da bist.

Montag, 13. August 2007

Musikfestl: PictureOn 2007

Sehr schön wars dieses WE beim PictureOn-Festl!
Nämlich von Freitag bis Sonntag im Südburgenland,
inklusive:

- viel und unterschiedlicher Musik, die aber meistens doch ziemlich im Hintergrund stand. Hab aber trotzdem neue Favourites: "Guadalajara" aus Österreich. Deren Musikrichtung ist Ska-Punk auf höchstem Niveau, jedoch wirkt das Auftreten der Band eher wie bei Funkern: a bisserl arrogant und gleichzeitig selbstironisch. Sie waren schlicht und einfach ausgezeichnet, ich werde deren Schaffen sicher weiterverfolgen. Den Hauptact Soulfly hab ich übrigens verschlafen.

- ungesund viel ungesundem Essen (Mjam!) als Unterlage für diverse alkoholhältige Flüssigkeiten

- viel alkoholhältiger Flüssigkeit, um oben erwähntes ungesundes Essen runterzuspülen (-was jetzt zuerst: Henne oder Ei?)

- neuer, netter, schräger, bunter, verrückter, verschiedenartiger, freundlicher Leute, die allesamt auch ziemlich alkoholhältig waren

- viel zu wenig Schlaf (was nicht an der Schlafqualität im Zelt sondern an einigen großzügigen Menschen in unserer näheren Umgebung lag, die uns unbedingt rund-um-die-Uhr an ihrem Musikgenuss teilhaben lassen wollten. Ohropax ist da chancenlos.)

- einer Nacht in einer sehr netten und günstigen Pension (habe nämlich campingtechnisch w.o. gegeben. (Ich Warmduscherin, ich!)

- einer kurzen und sehr schönen Reise in die Vergangenheit der Gutesten


Fazit:
- Der größte Fan von Camping bin ich nach wie vor nicht.
- Mehrtägige Musikfestln mit dort übernachten SIND super.
- Ich habe jetzt noch mehr Hochachtung vor der Kondition der Gutesten.
- Zum Uhudler-Trinken braucht man keine Einschulung.
- Das nächste Mal geh ich gleich in eine Pension.

Sehr schön wars!

Hosentaucher:
Taucher

Da fiel mir doch das Blech weg:
Grundnahrungsmittel

Survival-Kit (basic):
Notwendiges

Sonntag, 12. August 2007

Was ist Optimismus?

Optimismus ist, wenn man trotz schlechter Wetterprognose (Regen und Kälte) Campen fährt.

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